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Synopsis
English The documentary „Exchanging Views-Theatre Life in Kabul“ portraits four afghan theater directors, who try to reestablish theater life in their destroyed country. Three of them returned from exile countries, Germany, Pakistan, USA to give all their power into rebuilding a cultural environment. The film shows not only their hard work, it also shows the individual and personal backgrounds. Nasiba Holker, a young woman from Kundus, is teaching acting to girls. This group full of longings and self-confidence shows a new generation of girls in Afghanistan, which wishes to have a free country.
German Das Land Afghanistan liegt immer noch in vielen Bereichen brach. Während des 23 jährigen Krieges, speziell unter der Taliban, war alles verboten, was Freude bereitet - Tanz, Musik, Kino und auch Theater. Seit 3 Jahren kommen viele Afghanen zurück in ihr Heimatland, um in ihrem Bereich mitzuhelfen, auch zahlreiche Theaterregisseure. Sie starten zaghafte Versuche, das Theaterleben wieder herzustellen. Einer, der vor 3 Jahren zurückkam, ist Mahmood Shah Salimi. Er begann in den 80er Jahren sein Schauspiel- und Regiestudium, wurde von seiner Familie wegen seiner Leidenschaft zur Kunst verstoßen und musste immer wieder fliehen. Erst vor der sowjetischen Besatzung, dann vor den Gräueltaten während des Bürgerkrieges und später vor der Taliban, die erst recht keinen Hauch von Kunst übrig ließen. Diese Erfahrungen prägen auch den Inhalt seiner Theaterstücke. Nasiba Holker (20) hat in Kundus eine neue Mädchentheatergruppe auf die Beine gestellt, die während des Theatersommers ihr Stück „Betrug“ vorstellen werden, das erste Mal vor Publikum. Ihre Situation steht für die vieler junger Frauen in Afghanistan, die versuchen sich von den engen Traditionen und Vorschriften zu lösen. Öffentliche Auftritte, gerade im Kunstbereich, sind verpönt und kommen der Arbeit als Prostituierte gleich. Die Mädchen der Gruppe um Nasiba wissen das, wollen aber mit all ihrer Kraft eine künstlerische Karriere einschlagen.
„Getauschte Blicke“ zeigt, was es bedeutet, in Afghanistan Theater zu machen. Der Streifzug durch Kabul in der Zeit der Vorbereitungen zum Theatersommer 2005 beobachtet eine Schauspielerin und drei Regisseure, sowohl bei den Proben als auch bei der Überwindung alltäglicher Schwierigkeiten, wie die Koordination des Lebenserwerbs mit der unbezahlten Liebe zum Theater. Die Inszenierungen setzen sich direkt mit der politischen und sozialen Lage des Landes auseinander. Es geht auch um die persönlichen, zerrissenen Lebensgeschichten der afghanischen Theatermacher, die die langen Jahre des Krieges, der Zerstörung und der Flucht großer Teile der Bevölkerung widerspiegeln. Das Alltagsleben der Menschen, die Anstrengungen und Hürden, Hoffnungen und Sehnsüchte der Beteiligten, ihr Kulturverständnis in diesem Neuanfang nach 24 Jahren der Verbote stehen im Mittelpunkt. „Getauschte Blicke“ gibt einen Einblick in die Atmosphäre rund um den Theatersommer in Kabul.
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